2023 – ein Bericht zum Auslandspraktikum in Toronto und Calgary von Leonie Wiens …

Hi,

mein Name ist Leonie und ich war diesen Sommer zusammen mit Erasmus+ in Kanada.

Erst einmal ein paar Infos über mich: Ich bin 22 Jahre alt und komme aus Hamburg. Ich mache eine Ausbildung an der BS09 am Holstenwall und lerne Kauffrau für Spedition – und Logistikdienstleistungen. Für mich ging es für vier Wochen zu einem Partner nach Kanada. Je zwei Wochen habe ich in Toronto und Calgary verbracht.

Erster Stopp: Niagara Fälle!

Am Samstag, 01.07. hieß es für mich Abflug. Zuerst ging es nach Toronto. Dort angekommen hat es den Tag über natürlich erst einmal geregnet, wie zu Hause. Das Gute war aber, dass die Kanadier am 1. Juli den Kanada Tag feiern. Dadurch hatte ich am Montag frei. In Kanada werden alle Feiertage, die auf das Wochenende fallen am nächsten Werktag nachgeholt.

Den Montag habe ich genutzt, um zu den Niagara Fällen zu fahren. Diese sind ca. 1,5 Std. Autofahrt von Toronto entfernt. Ich finde, das sind Attraktionen für jede:n in Toronto oder Ontario (das Bundesland rund um die Wasserfälle). Dort wurde mir das erste Mal klar, wo ich eigentlich bin, denn da sieht es wirklich aus wie in den Filmen! Wohingegen Toronto einen leichten Hamburg-Touch hat. Wahrscheinlich liegt das an dem See, Lake Ontario.

Arbeiten in Kanada – Toronto

An meinem ersten Arbeitstag war ich sehr aufgeregt. Das ist, glaube ich, jeder Mensch. Das Erste, das mich überrascht hat, ist dass die Bürotüren in einem großen Gebäudekomplex nicht abgeschlossen sind. Das bedeutet, man kann einfach reingehen. Ich wurde zunächst von dem Geschäftsführer begrüßt. Diesen kannte ich zum Glück schon von der Transport Logistic Messe, welche im Mai in München stattgefunden hat.

Die Arbeit in Kanada ist etwas anders als in Deutschland. Die Kernarbeitszeit ist von 09:00 – 17:00 Uhr. Außerdem ist es verdammt leise in den Büros dort. Ich kenne es eigentlich aus Deutschland, dass man sich auch mal unterhält oder geflucht wird, da bekanntermaßen in meinem Beruf nur selten etwas nach Plan läuft.

Calgary

Zum Glück hat sich das in Calgary geändert. Im Gegensatz zu Toronto ist Calgary ein Dorf. Umso herzlicher und offener waren die Menschen. Smalltalk war dort gang und gäbe, was vielleicht auch daran lag, dass es ein diverseres Team aus nur fünf Personen war.

Fazit

Insgesamt hat sich die Zeit in Kanada für mich sehr gelohnt, da ich die andere Seite, die Arbeitsabläufe und Vorgehensweisen bei unseren Partnern, kennenlernen konnte. Nun verstehe ich zum Beispiel, wieso manchmal so ein großer Druck entsteht oder warum bestimmte Informationen erst später kommen als erwartet.

Text und Fotos: Leonie Wiens