Ein Bericht von Mactar Tambedou: Mein Erasmus+ Praktikum in St. Johann, Österreich, 20.04.-10.05.2026
Hallo,
in April 2026 hatte ich die Möglichkeit, ein Erasmus+ Stipendium über Arbeit und Leben Hamburg zu bekommen. Gemeinsam mit meiner Berufsschule fand ich einen passenden Zeitraum für mein Auslandspraktikum und verbrachte drei Wochen in Österreich. Im Bezirkskrankenhaus St. Johann absolvierte ich mein Praktikum im Bereich Kinder- und Jugendheilkunde. Die Zeit war für mich eine sehr wertvolle und unvergessliche Erfahrung, bei der ich sowohl beruflich als auch persönlich viele neue Eindrücke sammeln konnte.

Erster Einsatz: Die Ambulanz
In der ersten Woche arbeitete ich in der Ambulanz. Dort habe ich täglich acht Stunden gearbeitet und viele unterschiedliche Krankheitsbilder kennengelernt. Besonders spannend fand ich, wie viele verschiedene Kinder und Jugendliche dort behandelt wurden. Manche kamen mit Termin, andere als Notfall.
Neue Erfahrungen auf der Kinderstation
In der zweiten Woche wechselte ich auf die Kinderstation. Besonders beeindruckend war für mich die Arbeit mit Frühgeborenen und Säuglingen. Einige Kinder wurden im Inkubator versorgt, was ich zuvor noch nie aus nächster Nähe erlebt hatte.
Die Dienste auf Station dauerten meistens von 7:00 Uhr bis 19:00 Uhr. Anfangs war das ungewohnt, aber mit der Zeit habe ich mich daran gewöhnt.
Im Team wurde ich sehr freundlich aufgenommen und durfte viele verschiedene Aufgaben übernehmen: Vitalzeichenkontrolle, Assistenz bei der Wundversorgung, Blutentnahme und vieles mehr.
Fachwissen, Fürsorge und viel Wertschätzung
In Tirol lernte ich ein anderes Gesundheitssystem kennen. Im Krankenhaus gab es studierte Pflegefachkräfte, die sich auf medizinische Aufgaben und die Kommunikation mit Angehörigen und Ärzt:innen konzentrieren. Ebenso empfand ich, dass Patient: innen und Angehörige die Expertise der Pflege sehr wertschätzten. Das Verhältnis war selten von Zeitstress oder Unverständnis geprägt, sondern wertschätzend und manchmal sogar familiär, da sich alle beim Vornamen ansprachen.


Auch das Essen im Krankenhaus fand ich sehr gut.
Es gab eine eigene Küche und viele Mitarbeitende gingen gemeinsam essen, wodurch man schnell Kontakte knüpfen konnte.
In meiner Freizeit war ich oft unterwegs. Ich war in den Bergen spazieren, in der Stadt oder einkaufen.
Ich wohnte in einem Zimmer mit einer schönen Aussicht auf die Berge. Dort konnte ich mich nach den langen Diensten gut erholen.
Für mich eine besondere Erfahrung
Während meines Erasmus+ Praktikums habe fachlich viel gelernt und neue Einblicke in die Kinderkrankenpflege bekommen.
Besonders die Arbeit mit Frühgeborenen, Kindern und Jugendlichen hat mich beeindruckt. Ich habe gelernt, selbstständiger zu arbeiten, Verantwortung zu übernehmen und offener auf neue Situationen zuzugehen.
Ich kann jedem empfehlen, ein Auslandspraktikum zu machen. Man entwickelt sich persönlich und beruflich weiter und sammelt Erfahrungen, die man nie vergisst!
Hier habe ich gearbeitet:
Bezirkskrankenhaus St. Johann in Tirol
Adresse: Bahnhofstraße 14, A-6380 St. Johann in Tirol
Website: Krankenhaus St. Johann
Text & Fotos: Alle Rechte bei Mactar Tambedou
