Sevilla: Vielfalt in Kultur, Sprache und Austausch

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(Ein Bericht von Katharina Linke)

Ich habe mich damals für einen 4 -wöchigen Erasmus + Lernaufenthalt in Sevilla beworben, welcher von Oktober 2019 bis November 2019 stattfand und von der Mobilitätsagentur von Arbeit und Leben in Hamburg angeboten und begleitet wurde.

Eines lässt sich schon zu Anfang sagen, es war eine Bereicherung in vielerlei Hinsicht. Ich liebe die spanische Sprache und die Kultur und das verbinden zu können mit meiner Ausbildung, war die perfekte Chance und eine Bereicherung.

Zunächst haben wir im September 2019 einen Vorbereitungstag bei Arbeit und Leben in Hamburg wahrgenommen. Wo wir uns als Reisegruppe kennenlernten und wir Details zur Reise, Finanzierung, Verträgen bzw. Dokumenten etc. erhalten haben. Dabei bestand die Gruppe aus Auszubildenden aus dem Bereich Marketing, Handelskaufmann bis hin zu mir, als Raumausstatterin.

Vor Ort wurden wir dann weiter von der Organisation Incoma betreut. Hier wurden uns nähere Infos zu unserem „Alltag“ und der Planung generell gegeben. Die in Sevilla sitzende Organisation Incoma vermittelte uns nun an die ausgewählten Betriebe, passend zu unserer Ausbildung und begleiteten uns zu dem ersten Kennenlern-Treffen mit unseren Betrieben. So kam ich als auszubildende Raumausstatterin an eine sehr sympathische spanische Inneneinrichterin. Ich half ihr unter anderem in ihrem kleinen Interior-Laden aus,  lackierte Stühle und bezog diese mit Stoff neu. Natürlich hat sich in den Wochen auch mein spanischer Wortschatz deutlich erweitert. Zudem durfte ich zu verschiedensten Kunden mitfahren und die Kundengespräche begleiten sowie die Einkäufe für die Kunden mit ihr tätigen. Auch nahm sie mich mit in eine Stein-und Marmorfabrik und stellte mich ihren Einrichter-Kollegen vor. Dabei waren wir sowohl in Cadíz in Ferienwohnungen als auch in Stadtwohnungen, Häusern mitten im Herzen von Sevilla unterwegs. So wurde mir die Arbeit einer Inneneinrichterin in Spanien in allen Facetten präsentiert und ich bekam einen vielfältigen Einblick in die verschiedensten Stile der spanischen Einwohner.

Auch habe ich so mal den kompletten Kontrast zu Hamburgs Einrichtungsstil und dem Designtrend erhalten. Mein Fazit hier, die Spanier sind viel farbenfroher in ihrer Stoffauswahl und meist greifen Sie eher zu Stein und Marmor anstelle von Holz, wie bei uns z.B. in Deutschland. Dies liegt aber einfach an den klimatischen Verhältnissen, der Mentalität und dem Leben mit der Sonne.

Somit verbrachte ich den Tag im Laden oder mit der Inneneinrichterin auf Tour durch Sevilla. Abends hatten wir dann noch ungefähr einen 2 stündigen Spanischkurs, welcher uns die Kultur und Sprache noch näher brachte. Auch wurden uns Ausflüge an den Wochenenden von der Organisation angeboten. Zum Beispiel besuchten wir die Kathedrale und bekamen eine Führung von unserem Spanischlehrer, guckten uns eine Tangoshow und das Tangomuseum an oder gingen zusammen mit der Gruppe Tapas, etc. essen. So bekamen wir also das komplette Kulturprogramm!

Untergebracht waren wir zunächst in einer Studentenresidenz etwas außerhalb des Zentrums. Da bekamen wir täglich 3 Mahlzeiten in der Mensa und konnten uns in der Gruppe erst einmal näher kennenlernen. Zusammen erkundeten wir in den ersten Tagen die Stadt.  In der 2. Woche wurden wir dann beliebig in Gruppen aufgeteilt, wo wir nun eigene Wohnungen in verschiedenen Bereichen Sevillas bekamen. So war ich mit 3 weiteren  Mädels in einer zentralen WG und wir konnten das spanische Stadtleben erst richtig für uns genießen.

Also kann ich das Erasmus+ Stipendium weiterempfehlen? Definitiv!

Für Leute bzw. Auszubildende, die gerne reisen und einfach Erfahrungen mal außerhalb des eigenen Betriebes sammeln wollen. Es war auf jeden Fall eine Bereicherung in Kultur-und Sprachaustausch, wie auch an facettenreichen Arbeitserfahrungen. Einfach mal ein anderes Land bzw. Stadt erleben, ohne Tourist zu sein. Gerade auch den Vergleich zu haben, wie das erlernte Arbeitsfeld außerhalb der eigenen vier Betriebswände aussieht. Erfahrungen sammeln, Abwechslung, Vielfalt und andere Perspektiven erleben. Gerade wenn einem so eine Chance für so viel qualitative Lebenspunkte und dagegen so wenig Eigenkostenanteil geboten wird, sollte man die Gelegenheit definitiv wahrnehmen.

Man wird so gut unterstützt von der Mobilitätsagentur von Arbeit und Leben Hamburg und der Organisation Incoma, dass man sich gar keine weitere großen Planungs-, bzw. Organisationsgedanken machen muss und ins Zweifeln kommt.

Einfach die Gelegenheit nutzen und ab ins Ausland!

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