Ciao Italia! Mein Auslandspraktikum, Mai 2018

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Erfahrungsbericht von Anika Koskowski

Anfang des Jahres eröffnete meine Berufsschule mir, in Kooperation mit „Hamburg Arbeit und Leben“, die Möglichkeit, ein Auslandspraktikum in einem von vier europäischen Ländern zu machen. Schlussendlich entschied ich mich für Forli, eine Stadt südlich von Venedig, in der Nähe von Bologna und Rimini. Gemeinsam mit drei Mitschülern flog ich am 6. Mai 2018 von Hamburg los.

Mein Arbeitsplatz vor Ort: Tu

lips SRLS 

Ich habe 3 Wochen lang in einem Start-Up-Unternehmen namens Tulips im Marketingbereich gearbeitet. Das Unternehmen kümmert sich um die Lieferung von Lebensmitteln, die man online bestellen kann. Zu meinem Aufgabenbereich zählten also auch das Design der Website und die Promotion. Als wir ankamen hatten das Team die Website gerade erst hochgeladen und neugestaltet, somit war meine Hauptaufgabe die Bearbeitung der Bilder und die Gestaltung der Werbemittel. Zusätzlich haben wir einen Einblick in die Ablauforganisation und Kommunikation mit dem kooperierenden Supermarkt bekommen.

         

Die Kollegen vor Ort waren alle sehr jung, da das Team hauptsächlich aus Werksstudenten besteht. Alle waren sehr freundlich und aufgeschlossen, auch wenn die Sprache teilweise ein Problem war, da gerade in Italien viele nur gebrochenes English sprechen, habe ich mich mit Händen und Füßen verständigen können. Die Arbeitsatmosphäre war sehr locker und angenehm. Zugegeben war es am Anfang etwas schwierig sich in die Arbeitszeiten einzufinden, da die Italiener bis zu zwei Stunden Mittagspause machen und wir nicht so recht wussten, wohin wir mit so viel Zeit sollten. Im Nachhinein haben wir einmal nachgefragt und uns wurde erklärt, dass viele Italiener in dieser Zeit nach Hause fahren und einen Mittagsschlaf halten oder ihre Kinder von der Schule abholen und gemeinsam essen. Die Organisation vor Ort hatte uns allerdings schon vorgewarnt und uns ans Herz gelegt, dass wenn wir wollen auch eine kürzere Zeit vereinbaren können. Die Arbeitszeit von 30 Stunden pro Woche wird von „Uniser“, der Organisation in Forli, festgelegt. Es blieb also immer Zeit, die warmen Sonnenstunden am Nachmittag zu nutzen.

Meine Unterkunft

Untergebracht waren wir in einem Studentenwohnheim in Forli, wo viele verschiedene Praktikanten aus allen möglichen Ländern wohnen. Wie man vielleicht merkt, habe ich in dieser Zeit mehr Englisch als Deutsch gesprochen, trotz dessen wir zu viert aus Hamburg losgeflogen sind. Während dieser Zeit haben wir nicht nur Italiener, sondern auch viele verschiedene Studenten und Praktikanten aus beispielsweise Polen, Frankreich oder den Niederlanden und deren Kultur kennengelernt.

Die Freizeit

Unsere Wochenenden haben wir vier grundsätzlich am Strand von Rimini verbracht, da wir dort
unglaubliches Wetter und sehr viel Sonne genießen konnten. Oft haben wir auch Nachbarstädte wie Cesena oder Forlimpopoli angeschaut, die allerdings alle relativ klein aber unglaublich schön sind. In der Gegend rund um Forli kann man heute noch viel Landesgeschichte in der Architektur der umliegenden Häuser ablesen.

      

Mein Fazit

Ich kann nur jedem Auszubildenden raten, ein Auslandspraktikum zu machen. Nicht nur, weil man sich persönlich weiterbildet, sondern auch, um andere Arbeitskulturen kennenzulernen. Ich habe mich in meinem Unternehmen sehr wohlgefühlt und bin froh, diese Chance wahrgenommen zu haben.

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